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AZV Rhein-Mosel-Eifel entsorgt Restmüll in der MBA Linkenbach

Der Restmüll des AZV Rhein-Mosel-Eifel wird künftig zum Teil in der MBA Linkenbach entsorgt.
Der Restmüll des AZV Rhein-Mosel-Eifel wird künftig
zum Teil zur MBA Linkenbach gefahren.
(Foto: Symbolbild)
13.11.2018 − 

Der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel (AZV) und der Landkreis Neuwied intensivieren im Bereich der Restmüllentsorgung ihre interkommunale Zusammenarbeit. Vertreter des AZV und des Landkreises Neuwied haben eine Zweckvereinbarung unterzeichnet, nach der sich der Landkreis Neuwied verpflichtet, in den kommenden zehn Jahren rund 10.000 Tonnen Restmüll des AZV in der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Linkenbach zu entsorgen, teilte der Landkreis Mayen-Koblenz als Mitglied des AZV mit.

Die 10.000 Tonnen Restmüll sind bislang zumindest zum Teil im Müllheizkraftwerk (MHKW) in Mainz entsorgt worden. Das MHKW gehört der Kraftwerke Mainz AG (50,1 Prozent), dem Entsorger Remondis (44,9 Prozent) und der Stadt Mainz (5 Prozent). Der nun per Zweckvereinbarung in der MBA Linkenbach entsorgte Abfall ist allerdings nur ein Teil des vom AZV entsorgten Restmülls. Rund 57.000 Tonnen Restmüll aus dem Verbandsgebiet entsorgt der Zweckverband jedes Jahr. Die Entsorgung von etwa 47.000 Tonnen Restmüll hat der AZV ausgeschrieben.

Dass nun auf eine Ausschreibung verzichtet wurde und der Weg einer interkommunalen Kooperation gesucht wurde, habe auch an der derzeitigen Lage am Verbrennungsmarkt gelegen. Wie es aus dem AZV hieß, sei eine Ausschreibung zum jetzigen Zeitpunkt mit einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko verbunden gewesen.

Landkreis Neuwied liefert im Gegenzug Abfall zur Deponie Eiterköpfe

Im Gegenzug für die Behandlung der 10.000 Tonnen Restmüll übernimmt der AZV Deponierungsreste von 46 Prozent der Inputmenge sowie von 3.000 Tonnen mineralischer Abfälle, die im Rahmen der hoheitlichen Beseitigungspflicht beim Landkreis Neuwied anfallen. Der AZV betreibt die Zentraldeponie Eiterköpfe in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Bereits in der Vergangenheit hatten der AZV und der Landkreis Neuwied zusammengearbeitet. Nun soll die Kooperation verstärkt werden. „Die längerfristige Zweckvereinbarung über die Behandlung unseres Restmülls dient der Fortsetzung und Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen dem AZV und dem Landkreis Neuwied“, erklärt Verbandsvorsteher Burkhard Nauroth.

Von diesem weiteren Zusammenwachsen innerhalb der kommunalen Familie profitierten alle Gebietskörperschaften, die dem AZV angeschlossen seien. „Regionale Wertschöpfung, eine nachhaltige, ressourcenorientierte und sichere Entsorgung sowie stabile Gebühren für die Bürger stehen im Fokus der kommunalen Abfallwirtschaft“, sagte der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach.

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