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Aufkommen aus der Biotonne steigt in Sachsen um über 20 Prozent

04.12.2018 − 

In Sachsen wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Abfälle über die Biotonne gesammelt. Laut der aktuell vom Landesumweltamt vorgelegten Abfallbilanz stieg die über die Biotonne erfasste Menge um mehr als 20 Prozent auf insgesamt 162.000 Tonnen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung im Freistaat lag die Biogutmenge im letzten Jahr bei 40 Kilogramm je Einwohner. Zieht man jedoch in Betracht, dass nur knapp die Hälfte der sächsischen Bevölkerung an die Biotonne angeschlossen war, lag die pro Kopf erfasste Menge sogar bei über 80 Kilogramm.

Die Anschlussquote der Biotonne lag bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern mit Anschluss- und Benutzungspflicht aufgrund von Befreiungsmöglichkeiten wegen Eigenverwertungen zwischen 59 Prozent im Landkreis Bautzen und 95 Prozent in Chemnitz. Bei den örE, die die Biotonne ohne Anschluss- und Benutzungspflicht anboten, lag die Quote zwischen 14 Prozent im Landkreis Zwickau und 49 Prozent im Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal.

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) wies anlässlich der Vorstellung der Abfallbilanz darauf hin, Bioabfälle für die Biotonne nicht in Kunststofftüten zu entsorgen. Stattdessen sollten Komposttüten aus Papier genutzt oder die Abfälle in Zeitungspapier eingewickelt werden. „Eine der größten umweltpolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre ist es, Kunststoffeinträge in die Umwelt zu vermeiden. Für getrennt gesammelte Bioabfälle heißt das: ohne Plastiktüten oder Plastikverpackungen“, erklärte Schmidt.

Den vollständigen Artikel zur sächsischen Abfallbilanz lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 49/2018. Der Text steht ab 14 Uhr im E-Paper zur  Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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