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Abfallaufkommen in NRW wegen Corona gestiegen


Auch in NRW ist die Sperrmüllmenge 2020
coronabedingt stark angestiegen.
29.09.2021 − 

Das Gesamtvolumen an Abfällen aus privaten Haushalten in Nordrhein-Westfalen belief sich 2020 auf 8,6 Mio Tonnen. Somit fielen durchschnittlich 481 Kilogramm Abfall pro Kopf an. Im Vorjahr waren es noch rund 17 Kilogramm weniger. Das entspricht einem Anstieg von fast vier Prozent, wie das Landesamt für Umwelt (LANUV) Nordrhein-Westfalen mitteilte. Als Grund für das gestiegene Abfallaufkommen nannte die Behörde die Corona-Pandemie. Die Menschen seien vermehrt zuhause geblieben und hätten dort verstärkt Müll erzeugt.

Die deutlichste Veränderung ist beim Sperrmüll zu verzeichnen. Hier stieg die Menge um mehr als 13 Prozent auf 43 Kilogramm pro Kopf an. Ebenso wie in NRW waren die Haus- und Sperrmüllmengen im letzten Jahr in der gesamten Republik aufgrund der Corona-Pandemie teilweise stark angestiegen.

Erfassungsmenge über Biotonnen steigt um sechs Prozent

Auch bei Bio- und Grünabfällen wurde ein Anstieg von über drei Prozent auf 116 Kilogramm je Einwohner ausgewiesen. Dabei sind insbesondere die über die Biotonne erfassten Mengen gestiegen. Im Schnitt lag das Plus hier bei fast vier Kilogramm pro Kopf bzw. sechs Prozent. Eine Zunahme der über die Biotonne erfassten Bio- und Grünabfälle habe man in fast allen kreisfreien Städten und Kreisen feststellen können, so das LANUV. Die bei Recyclinghöfen angelieferte Menge an Grünabfällen hat sich hingegen kaum verändert. Als Grund dafür wurde die zeitweise Schließung von Wertstoffhöfen genannt.

Höchste Menge im Kreis Unna

Das höchste Abfallaufkommen wird für den Kreis Unna mit 583 Kilogramm je Einwohner ausgewiesen. Am wenigsten privater Abfall fiel mit 388 Kilogramm pro Kopf im Ennepe-Ruhr-Kreis an.

Die Altglasmengen waren in den vergangenen Jahren tendenziell rückläufig, so das Landesamt. Im Jahr 2020 habe die Menge dagegen um durchschnittlich zwei Kilogramm auf 22 Kilogramm pro Kopf zugenommen. Gegenüber 2019 sind die Altglasmengen in den kreisfreien Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen in mehr oder weniger großem Umfang um bis zu 7,5 Kilogramm je Einwohner gestiegen.

Weniger PPK, mehr LVP

Bei Papier, Pappe und Kartonage hat sich der rückläufige Trend der letzten Jahre hingegen weiter fortgesetzt. Um drei Kilogramm auf 63 Kilogramm pro Kopf ging die durchschnittliche Sammelmenge hier 2020 zurück. Bei den Leichtverpackungen hingegen gab es einen Anstieg um mehr als fünf Prozent auf 34 Kilogramm je Einwohner.

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