Berlin will Maßnahmen zur Verringerung von Einweg-To-go-Verpackungen weiter vorantreiben. Bei einem Runden Tisch in der Senatsverwaltung für Umwelt haben Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft über mögliche Schritte zur Reduzierung entsprechender Verpackungsabfälle beraten. Das teilte die Behörde mit.
Im Mittelpunkt standen demnach der Ausbau von Mehrwegsystemen, bessere Rückgabemöglichkeiten, gezielte Anreize für Mehrwegangebote sowie mögliche ökonomische Instrumente. Ziel des Arbeitsformats ist ein konkreter Plan mit aufeinanderfolgenden Maßnahmen, mit denen Einwegverpackungsabfälle in Berlin verringert werden sollen.
Die Senatsverwaltung verweist auf die anstehende Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung ab August 2026. Berlin wolle diese Entwicklung nutzen, um eigene Maßnahmen vorzubereiten. Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) erklärte, es sollen gemeinsame Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen, die im Alltag funktionieren und zugleich wirtschaftlich tragfähig sind. Die Stadt setze auf Kooperation und ökonomische Anreize statt auf zusätzliche Bürokratie.
An dem Runden Tisch nahmen neben mehreren Senatsverwaltungen auch Vertreter der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Reinickendorf teil. Beteiligt waren zudem die Berliner Stadtreinigung, Grün Berlin, Verbände aus Gastronomie, Bäckerhandwerk, Handel und Mehrwegbranche sowie Umweltverbände und wissenschaftliche Einrichtungen. Weitere Gespräche sollen folgen.




