Baden-Württemberg will Bioabfälle nur noch vergären

Das Land Baden-Württemberg will Bioabfälle künftig nur noch vergären. Das sagte Umweltstaatssekretär Andre Baumann (Grüne) bei der Vorstellung der Abfallbilanz Anfang der Woche. Im Moment betrage die sogenannte Vergärungsquote lediglich 67 Prozent. Die Quote müsse auf 100 Prozent gesteigert werden, forderte Baumann.

Derzeit könnten im Land 230.000 Menschen mit Strom und Wärme aus Bioabfall versorgt werden, künftig sollen es 400.000 sein. Das sei ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, sagte der Staatssekretär. Es gäbe immer noch drei Landkreise ganz ohne Biotonnen in Baden-Württemberg. Erfreulich sei aber, dass das Pro-Kopf-Aufkommen an Abfällen aus der Biotonne jetzt bei 58 Kilogramm pro Einwohner und Jahr und damit rund drei kg höher als im Vorjahr liege. Das Ziel des Abfallwirtschaftsplans von 60 Kilogramm habe man noch nicht erfüllen können.

Auch wegen des Kriegs in der Ukraine und der drohenden Energiekrise hat Umweltstaatssekretär Baumann die Menschen im Land zu mehr Mülltrennung aufgerufen. „In der Restmülltonne sind Schätze vergraben“, sagte der Grünen-Politiker am Montag in Stuttgart. „Das ist unser Gold, der Restmüll.“ Noch immer seien zwei Drittel der Abfälle in der Restmülltonne Wertstoffe oder Bioabfälle....

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe Ihres Benutzernamens und Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -
Relevante Märkte
Hier finden Sie passende Marktberichte und Marktpreis-Tabellen

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -