Aktionsstart für 28-Tage-Biotonnen-Challenge

Letzte Woche startete die Aktion „28-Tage-Biotonnen-Challenge". Organisiert wird diese von einem breiten Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Der Fokus der Aktionswochen liegt in diesem Jahr auf der Sensibilisierung der Bürger beim Thema Bioabfallentsorgung. Das Bundesumweltministerium (BMUV), das Umweltbundesamt sowie zahlreiche Naturschutz- und Wirtschaftsverbände, Städte, Landkreise und kommunale Unternehmen unterstützen die bundesweite Aktion, erklärte das Bundesumweltministerium.

Seit dem 7. November erhalten angemeldete Bürger jeden Tag wichtiges Wissen zu Bioabfällen und praktische Tipps zum richtigen Entsorgen der Abfälle über die Social-Media-Kanäle ihrer Stadt, ihres Landkreises, ihres lokalen Entsorgungsunternehmens sowie von der zentralen Website der Aktion Biotonne Deutschland. Auch wer Instagram oder Facebook nicht nutzt, kann über die Webseite „Aktion Biotonne Deutschland“ an der „28-Tage-Biotonnen-Challenge" teilnehmen. Dort gibt es auch nähere Informationen zur Aktion Biotonne Deutschland und zur Challenge, erklärte das BMUV.

„Jede Kartoffelschale, jede verwelkte Blume, jeder Gartenabfall in der Biotonne hilft, Ressourcen zu sparen, und ist gut für den Klimaschutz. Denn aus Bioabfällen entstehen Strom und Wärme auf klimafreundliche Weise und was in der Biogasanlage übrigbleibt, geht anschließend genauso wie Kompost als Düngemittel auf den Acker oder in den Garten“, betonte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Mehr Kreise sollten sich für die Biotonne entscheiden, forderte die Umweltministerin. Diese mache die Entsorgung für die Verbraucher einfacher.

„Für die Nutzung von Komposten und Gärresten aus Bioabfällen ist eine saubere getrennte Sammlung der Bioabfälle das A und O“, pflichtete Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, Lemke bei.

In Deutschland beträgt der Anteil der Bioabfälle am Siedlungsabfallaufkommen bis zu 40 Prozent. Jährlich werden in Deutschland rund 14 Mio Tonnen biologisch abbaubare Abfälle in Kompostierungs-, Vergärungs- und Biogasanlagen behandelt, informiert das BMUV. Im Jahr 2020 wurden über die Biotonne pro Einwohner 128 Kilogramm gesammelt.

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