
Anders als in Deutschland ist die globale Stahlproduktion weiter rückläufig. Wie in den Monaten zuvor sind auch im April die weltweiten Produktionsmengen gesunken, berichtet Worldsteel. Demnach wurden in den 69 an den Branchenverband berichtenden Ländern insgesamt 153 Mio. Tonnen Rohstahl erzeugt. Das waren 1,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Maßgeblich verantwortlich für den Rückgang ist China. So ist der Rohstahlausstoß der Volksrepublik im April um rund drei Prozent auf 84 Mio. Tonnen gesunken. Mit einem Anteil an der globalen Produktion von 54 Prozent bleibt China aber mit Abstand das weltweit größte stahlproduzierende Land. Außer in China meldet Worldsteel zudem einen deutlichen Produktionsrückgang in Russland, das im April mit 5,0 Mio. Tonnen über zwölf Prozent weniger Stahl erzeugte als im Vorjahr. Größere Zuwächse der Stahlproduktion ergaben sich dagegen – neben Deutschland – in den USA und der Türkei. Hier stieg der Output im Vorjahresvergleich um jeweils neun Prozent.
Insgesamt wurden in den ersten vier Jahresmonaten weltweit etwa 613 Mio. Tonnen Rohstahl erzeugt – ein Minus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In China ist in dieser Zeit die Stahlproduktion um rund vier Prozent auf 331 Mio. Tonnen gesunken. Zuwächse verzeichneten vor allem Indien und Deutschland um jeweils neun Prozent.



