Es lag in der Luft: Seit Monaten beklagen die deutschen Stahlhersteller die schwache Auftragslage und halten sich bei der Nachfrage nach dem Rohstoff Schrott eher zurück. Dennoch blieb der Schrottpreis lange stabil, was vor allem dem ebenfalls stark reduzierten Schrottaufkommen geschuldet war. Im September machten die Marktpreise nun aber einen deutlichen Schritt nach unten. Die inländischen Werke setzten Preisreduktionen von zumeist 25 bis 30 € pro Tonne durch. Im Osten Deutschlands forderten die Werke noch leicht stärkere, in Italien auch deutlich stärkere Abschläge. Gleichzeitig hat sich der Exportpreis in die Türkei im Vormonatsvergleich kaum verändert. Das Delta zwischen dem Inlands- und Exportpreis hat sich damit weitestgehend wieder aufgelöst.
„Die Stimmung ist schlecht – überall“, kommentierte ein Händler mit Blick auf die Lage bei den Stahlherstellern, den Stahlverbrauchern sowie beim Schrotthandel selbst. Bei geringem Auftragsvolumen durch die stahlverarbeitenden Industrien und oftmals noch guter Bevorratung vom Sommer würden die Stahlwerke derzeit nur so viel Schrott kaufen, wie gerade benötigt werde. Besonders wenig Bedarf gebe es seitens der Hersteller von Qualitätsstählen, was insbesondere mit der Krise des Automobilmarkts erklärt wird.
Den kompletten Marktbericht mit einer aktuellen Preisübersicht für den Monat September finden Sie hier
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