Die Handelsaktivitäten auf dem deutschen Stahlschrottmarkt haben sich Anfang August weiter abgeschwächt. Zur Hauptferienzeit war die Schrottnachfrage der hiesigen Stahlwerke erwartungsgemäß vielerorts nur gering. Auch vom Exportgeschäft kamen nur wenig bis gar keine Impulse. Da aber gleichzeitig das Schrottangebot ebenfalls stark reduziert bleibt, baute sich kein größerer Druck auf die inländischen Schrottpreise auf. Je nach Region und Schrottsorte ergaben sich für August stabile bis leicht rückläufige Preise.
Am stärksten war der Preisdruck im Norden Deutschlands, wo der Handel mit den niedrigen Hafenpreisen zu den Exportlägern konkurrieren musste. Grund hierfür sei der stark abgeschwächte Importbedarf der Türkei. Statt Schrotte zu importieren, hätten sich die türkischen Stahlproduzenten in den letzten Wochen bevorzugt mit asiatischen Knüppeln eingedeckt, die insbesondere von China wegen der dortigen Baukrise regelrecht „verramscht“ würden, berichten Händler.
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