Deutschland exportiert wieder mehr Altkunststoffe. Nachdem die Ausfuhren vier Jahre in Folge gesunken waren und 2023 einen historischen Tiefstand markiert hatten, meldet das Statistische Bundesamt für 2024 einen Anstieg um vier Prozent auf 732.000 Tonnen. Auch der Importhandel mit „Abfällen, Schnitzel und Bruch von Kunststoff“ war wieder lebhafter und erhöhte sich ebenfalls um fünf Prozent auf 492.000 Tonnen. Unter dem Strich bleibt Deutschland damit Nettoexporteur von Altkunststoffen.
Trotz des Anstiegs im letzten Jahr bleiben die deutschen Plastikmüllexporte im langfristigen Vergleich auf sehr niedrigem Niveau. In der bis 2006 zurückreichenden Datenreihe von Destatis hatte Deutschland nur 2023 mit 701.000 Tonnen weniger Altkunststoffe exportiert. In den Jahren 2009 bis 2016 lagen die Ausfuhren in der Regel noch doppelt so hoch, bevor China als vormals größter Abnehmer den Import durch seine Green-Fence-Politik immer stärker unterband. In den letzten beiden Jahren hat Deutschland laut Statistik keine einzige Tonne Altkunststoffe mehr nach China exportiert.
Zum wichtigsten Zielland deutscher Plastikmüllausfuhren hat sich stattdessen Malaysia entwickelt. Die Direktexporte hierhin summierten sich 2024 auf 115.000 Tonnen, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 27 Prozent entspricht.
Den vollständigen Bericht mit mehreren Graphiken zum Umfang und zur Entwicklung des deutschen Außenhandels mit Altkunststoffen finden Sie hier....




