Auch im Juli gab es keine größeren Veränderungen auf dem deutschen Stahlschrottmarkt, obwohl mittlerweile in vielen Stahlwerken die saisonalen Stillstandszeiten begonnen haben. Schrottangebot und -nachfrage bleiben – auf reduziertem Niveau – tendenziell ausgeglichen, was den Schrottpreis weiter stützt. Unterm Strich wiegt die unverändert stark eingeschränkte Schrottverfügbarkeit sogar noch etwas schwerer als der konjunkturell und ferienzeitbedingte Minderbedarf. Die Stahlwerke haben deshalb, wie schon im Vormonat, hier und da nochmals ein paar Euro auf ihre Einkaufspreise draufgelegt. Der Handel erwartet, dass das Sommerloch nun im August sein größtes Ausmaß erreichen wird. Ob der Herbst dann die lang erwartete Marktbelebung bringe, sei aber weiter äußerst ungewiss.
Aufgrund der Werksferien war die Schrottnachfrage im Juli regional mitunter sehr unterschiedlich. Einige Werke, die schon Ende Juni / Anfang Juli ihre Öfen runtergefahren hatten, beschränkten den Zukauf auf Kontaktmengen bei unveränderten Preisen. Besonders schwach war zudem die Schrottnachfrage der italienischen Werke, obwohl hier erst der August der große Ruhemonat ist. Auf der anderen Seite gab es Werke, die in der ersten Julihälfte Händlerangaben zufolge nochmals überraschend ordentlich zugekauft haben.
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