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Weiter zähe Geschäfte mit Altkunststoffen


Bei vielen Recyclern stapeln sich die Plastikmüllberge.
07.11.2019 − 

Das Kunststoffrecycling steht weiter stark unter Druck. Die Nachfrage läuft in weiten Bereichen auf einem mäßigen bis schwachen Niveau. Die Preise für Regranulate und Mahlgüter gaben daraufhin im Oktober oft nach – vor allem aufgrund der weiterhin günstigen Neuware, die im November nochmals im Preis fallen dürfte. Recycler in Deutschland reagieren darauf mit Produktionskürzungen und Revisionsarbeiten. Im Dezember wollen einige Betriebe früher als ursprünglich geplant die Anlagen abschalten.

Zwar waren bei der diesjährigen Kunststoffmesse K Recycling und Kreislaufwirtschaft Kernthemen, doch Recycler spüren davon zumindest aktuell wenig. „Projekte sind noch keine Geschäfte“, sagen Recycler, die nach der Sommerpause auf eine bessere Nachfrage gehofft hatten. Der ein oder andere Verarbeiter sprach sogar von Stützungskäufen mit Blick auf die schwierige Lage seiner Lieferanten aus dem Recyclingmarkt. Die Forderungen der Recycler an die Politik sind klar: Sie reichen von einem verpflichtenden Rezyklateinsatz in Kunststoffprodukten und steuerlichen Erleichterungen bis hin zu klaren Vorgaben bei der Beschaffung für die öffentliche Hand.

Im Export plätschert das Geschäft mit Altkunststoffen ähnlich verhalten vor sich hin, zumal in asiatischen Ländern nur noch wenig geht. Es laufe gerade so „drei minus“, meinte ein größerer Händler. Indien nehme nichts mehr, auch die Geschäfte in die Türkei seien inzwischen deutlich weniger geworden. Manche Exporteure hatten zudem Schwierigkeiten, Frachtraum für bestimmte asiatische Länder zu bekommen.

Den vollständigen Marktbericht inklusive des Preisspiegels für die verschiedenen Sorten lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 46/2019. Premium-Abonnenten können Marktbericht und Preisspiegel auch online abrufen:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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