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Verbrennungsmarkt nach wie vor im „labilen Gleichgewicht“

Schornsteine
Der Verbrennungsmarkt befindet sich aktuell in
einem "labilen Gleichgewicht".
25.06.2021 − 

Der Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle befindet sich derzeit in einem "labilen Gleichgewicht". Die Vertragspreise für Abfall zur Verwertung (AzV) sind bundesweit gesehen relativ stabil – auch wegen der beinharten Haltung der Anlagenbetreiber.

"Die Verbrenner tun derzeit alles dafür, das derzeitige Preisniveau zu halten", sagte ein Händler von Ersatzbrennstoffen (EBS), der bundesweit aktiv ist. Kein Marktteilnehmer berichtete über nennenswerte Veränderungen bei den Verwertungspreisen.

Schwieriges erstes Quartal

Das sah Anfang des Jahres noch ein wenig anders aus. Im ersten Quartal gab es temporär eine gewisse Delle im Aufkommen. Diese Delle war kein bundesweites Phänomen, sondern eine regionale Erscheinung. Aber es reichte für zeitweise recht deutliche Preisabschläge im Spotmarkt.

Ostdeutsche Anlagen boten Händlern Verbrennungspreise von 80 bis 90 € pro Tonne frei Anlage, auch im Norden nahmen Anlagen Abfälle für "deutlich unter 100 €" an. "Der Markt ist aktuell sehr nervös und einige bekommen schnell kalte Füße", kommentierte ein Marktteilnehmer die Lage.

Ostern brachte die Wende

Von Dauer war das allerdings nicht. "Ostern brachte die Wende", sagte ein Anlagenbetreiber im Gespräch mit EUWID. "Seit ein bis zwei Monaten steigen die Gewerbeabfallmengen wieder", bestätigte ein anderer Marktteilnehmer. Begründet wird das von den meisten mit dem Ende des dritten Lockdowns und der allmählichen konjunkturellen Erholung.

Den vollständigen Marktbericht zum Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle inklusive Preistabelle lesen Sie in Ausgabe 26/2021 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht bereits online zur Verfügung:

Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle

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