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Textilrecycler leiden unter schwachem Absatz bei den höheren Sortierqualitäten


Auf dem Markt für Alttextilien hat der Mengendruck zwar
etwas nachgelassen, der Absatz bleibt aber weiter schwierig.
09.02.2021 − 

Die Altkleiderbranche steht nach wie vor unter erheblichem wirtschaftlichem Druck, „man fährt auf Sicht“, hieß es verbreitet. Zwar haben die witterungs- und saisonalbedingt gesunkenen Sammelmengen dazu geführt, dass zumindest die hohen Lagerbestände an Originalsammelware etwas reduziert werden konnten und der „Mengendruck“ nachgelassen hat.

Aber die Aussichten sind weiterhin „überaus schwierig“, so ein großer Marktteilnehmer, vor allem solange der bedeutsame und mit Blick auf die Deckungsbeträge wichtige Absatz in Osteuropa stark unter den Folgen der Pandemie leidet. Denn die „Kunden kaufen derzeit nur die Ware, die auch kurzfristig absetzbar ist“. Hinzu kommt die Befürchtung, dass durch den Lockdown unverkaufte Neuware als Restanten auf den Secondhand-Markt drängen könnte.

Die Lager mit den besseren Qualitäten an sortierter Bekleidung seien daher weiterhin sehr voll, und ausgerechnet Shopware, die eigentlich den größten Deckungsbeitrag liefert, sei angesichts des geschlossenen Einzelhandels schwer zu vermarkten. Da eine grundlegende Besserung bis auf Weiteres nicht in Sicht ist, mehren sich die Stimmen auf Seiten der Verbände, die eine erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien fordern, auch mit Blick auf die ab 2025 geforderte EU-weite Sammelpflicht für Alttextilien.

Den kompletten Marktbericht inklusive des aktuellen Preisrahmens für Originalsammelware lesen Sie dieseWoche in EUWID Recycling und Entsorgung 06/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht bereits online zur Verfügung:

Marktbericht für Alttextilien

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