|  

Stahlschrottpreise haben vorerst ihren Zenit erreicht


Schrottpreise schlagen nach vorangegangem
Preissprung Seitwärtsbewegung ein.
19.07.2021 − 

Die Lage am Stahlschrottmarkt hat sich im Vergleich zum Vormonat Juni wenig verändert. Bei knappem Schrottangebot und hoher Schrottnachfrage, vor allem für Neuschrott, bleiben die Preise im Juli auf Rekordniveau. Angesichts der teils bereits angelaufenen oder kurz bevorstehenden Werks- und Betriebsferien rechnet der Schrotthandel auch für August mit keinen größeren Veränderungen, wenngleich sich aktuelle Ungleichmäßigkeiten bei den Preisen zwischen Nord- und Süddeutschland angleichen dürften. Mit neuen Marktimpulsen wird erst im September gerechnet, wenn alle Produktionen wieder hochgefahren sind.

Nach dem Preissprung im Juni war die Stimmung am Schrottmarkt auch zum Monatswechsel Juli zunächst weiter euphorisch. Das große Kaufinteresse der italienischen und auch luxemburgischen Stahlproduzenten gab den Preisen insbesondere im Süden und Westen Deutschlands nochmals Auftrieb. Die nord- und ostdeutschen Werke waren dagegen ferienzeitbedingt zurückhaltender, und im Norden übte ferner der schwache Türkeiexport im fortschreitenden Monatsverlauf zunehmend Druck auf den Altschrottpreis aus.

Lieferengpässe für Halbleiter verknappen weiterhin das Aufkommen an Neuschrott

Marktprägend ist die unverändert hohe Nachfrage nach hochwertigeren Schrottqualitäten. Diese trifft allerdings auf ein weiter sehr beschränktes Angebot an Neuschrott. Die Lieferengpässe für Elektronik-Chips und andere Bauteile bremsen weiterhin die Produktionen der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer aus. Erst jüngst musste deshalb beispielsweise Daimler in Sindelfingen die Bänder für mehrere Baureihen anhalten. Das Schrottaufkommen an den Entfallstellen bleibt entsprechend gering.

An weitere Preissteigerungen im August glauben die befragten Schrotthändler nicht. „Der Zenit ist erreicht“, kommentierte ein Gesprächspartner. Erwartet werden stabile oder leicht fallende Preise. Klarheit über die weitere Marktentwicklung verspricht sich der Schrotthandel erst im September. „Das wird der interessante Monat“, so der Händler weiter.

Den vollständigen Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt inklusive der Preisangaben lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 29/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon jetzt online zur Verfügung:

EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

 

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Hohe Schrottpreise verschieben Konditionen auf E-Schrottmarkt weiter

Altpapierpreise unverändert hoch  − vor