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Stahlschrottmarkt im Ferienmodus: Angebot und Nachfrage im Juli gesunken

22.07.2019 − 

Die Ferienzeit und damit verbundene Werksschließungen haben die Nachfrage der deutschen sowie vor allem auch der italienischen Stahlwerke im Juli nochmals gedrückt. Da aber gleichzeitig auch das Schrottangebot deutlich abgenommen hat, staute sich auf den Höfen der Händler kein Material. „Alles was rein kam, konnte auch abgesetzt werden“, fasste ein EUWID-Gesprächspartner zusammen. Die Stahlschrottpreise sind weiter gefallen.

Am grundsätzlichen Trend der Vormonate hat sich nichts geändert: Der Schrotteinkauf der Stahlwerke ist verhaltener, da die Nachfrage nach ihren Stahlerzeugnissen, insbesondere Flachstahl für die Automobilindustrie, schwächer ist. Das Auftragspolster der Werke reiche oftmals nur noch wenige Wochen, berichten Schrotthändler vom Hörensagen. Einzig die gute Baukonjunktur dauere an und stimuliere die Nachfrage nach Bewehrungsstahl und anderen Stahlprodukten für den Bausektor.

Der Konjunkturabschwung insbesondere im Automobilsektor, in Ansätzen aber auch im Maschinen- und Werkzeugbau, ist für den Schrotthandel gleichzeitig auch auf der Einkaufsseite spürbar: „Es kommt deutlich weniger Schrott rein“, so ein Marktteilnehmer. Unisono berichten die Händler von einem um mindestens 20 Prozent reduzierten Schrottaufkommen an den Entfallstellen.

Den vollständigen Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt inklusive der Preisangaben lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 30/2019. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon online zur Verfügung:

EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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