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Schrottpreise im August wegen fehlender Nachfrage im In- und Ausland unter Druck


Der Schrottbedarf der deutschen Stahlwerke
fällt momentan ferienzeitbedingt geringer aus.
20.08.2021 − 

Die Schrottnachfrage der deutschen Stahlhersteller fiel im Hauptferienmonat August erwartungsgemäß geringer aus. Wegen laufender oder erst noch bevorstehender Werksschließungen bestand kein großer Schrottbedarf, wobei aber vor allem die besseren Neuschrott-Qualitäten weiter gefragt bleiben. Im Altschrottbereich ergab sich bei den qualitativ schlechteren Sorten derweil ein Überangebot, weil der Schrottexport in die Türkei weiterhin lahmt. Die Stahlwerke nutzten dies für mitunter größere Preisabschläge.

Bereits im Vormonat sah der Schrotthandel den Zenit bei den Schrottpreisen erreicht. Allerdings prognostizierten einige Marktteilnehmer damals unveränderte Preise für den August. Dies fußte auf der Erwartung, dass die türkischen Einkäufer ihre Preise anheben würden und sich das Preisdelta zum Inlandspreis wieder verkleinert.

Dem war aber nicht so. Wie bereits im Juli boten sich der Türkei auch zum Monatsbeginn August günstigere Einkaufsgelegenheiten außerhalb der EU – vor allem in den USA. Die deutschen Exporteure waren zumeist nicht gewillt, diesen Preisschritt nach unten mitzugehen, mit der Folge, dass viel Schrott in den Lägern blieb bzw. vom Wasser aus in den deutschen Markt zurückdrängte.

Überangebot sorgt für Preisdruck bei den schlechteren Schrottqualitäten

Das Material stieß auf eine verhaltene Nachfrage der Stahlwerke im Inland und war mitunter auch gar nicht loszubekommen. „In einigen Regionen gab es Absatzprobleme für gewisse Qualitäten. Die Werke picken nur das Beste heraus“, berichtet ein norddeutscher Händler und weiter: „Es ging vor allem darum, zu verkaufen. Der Preis war nachrangig.“ Damit geriet Altschrott unter starken Preisdruck.

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EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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