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Schrottexporte zur Jahreshälfte mit 100.000 Tonnen im Plus

06.09.2017 − 

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden insgesamt 4,27 Mio Tonnen Stahlschrott aus Deutschland ausgeführt. Das waren rund 100.000 Tonnen mehr als noch vor einem Jahr, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Der Wert der Ausfuhren stieg hingegen um mehr als ein Drittel auf insgesamt 1,59 Mrd € an.

Während die Exporte im ersten Quartal stark zulegten, lagen die ausgeführten Mengen in den letzten drei Monaten jedoch deutlich unter den Vorjahreswerten. Im Juni lag das Minus bei fast neun Prozent.

Stark gestiegen sind im ersten Halbjahr die Lieferungen in die Türkei. Mit 330.000 Tonnen fragten die türkischen Stahlwerke mehr als doppelt so viel Stahlschrott aus Deutschland nach wie noch vor einem Jahr. Die Exporte in die EU waren insgesamt konstant. Während die Benelux-Staaten sowie Italien weniger Stahlschrott aus Deutschland bezogen, gingen spürbar größere Mengen nach Frankreich, Skandinavien sowie Polen und Portugal.

Bei den Einfuhren fiel das Minus gegenüber dem Vorjahr im Juni zwar noch stärker aus als bei den Ausfuhren. Dennoch liegt die importierte Menge nach sechs Monaten mit 2,42 Mio Tonnen um fast neun Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2016. Der Wert der Importe legte sogar um über 40 Prozent auf 690 Mio € zu.

Die aktuellen Im- und Exportzahlen für Stahlschrott jedes einzelnen EU-Staates bieten wir Ihnen in unserem Datenservice-Bereich.

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