|  

Letzte Einfuhrlizenzen für Metallschrotte nach China

Schrotte im Hafen von St. Petersburg
China hat die vermutlich letzte Tranche an
Einfuhrlizenzen für Metallschrotte veröffentlicht.
10.11.2020 − 

China hat im Oktober die voraussichtlich letzte Tranche an Einfuhrlizenzen für Kupfer-, Aluminium- und Stahlschrott veröffentlicht. Das Lizenzvolumen für Kupferschrotte ist mit knapp 6.000 Tonnen eines der niedrigsten in diesem Jahr und die Menge für Aluminiumschrotte mit 340 Tonnen die zweitniedrigste. Die Einfuhrlizenzen für Stahlschrotte decken 1.340 Tonnen ab. Diese Mengen sind vermutlich die letzten Einfuhrquoten für Metallabfälle, die im Rahmen des chinesischen Lizenzsystems vergeben wurden.

Seit Anfang November unterliegt die Einfuhr von Aluminium- und Kupferschrotten nach China neuen Bestimmungen für recycelte Rohstoffe. Bereits Ende letzten Jahres veröffentlichte China neue Standards für diese Schrotte und für Messingschrotte, die ursprünglich Anfang Juli in Kraft treten sollten. Allerdings fehlten noch die Zolltarifnummern, mit denen die Sekundärrohstoffe eingeführt werden konnten.

Sie wurden schließlich im Oktober veröffentlicht, wie der US-Recyclingverband ISRI berichtete. Seinen Angaben zufolge gilt der HS-Code 7404.00.00.20 für Messingschrott, 7404.00.00.30 für Kupferschrott und 7602.00.00.20 für Aluminiumschrott. Die letzten beiden Ziffern weisen jeweils die Lieferung als "recycelte Rohstoffe" aus und grenzen sie von Abfall ab. Material, das die entsprechenden chinesischen Standards nicht erfüllt, darf nicht eingeführt werden.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 46/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Altpapierpreise setzen Berg- und Talfahrt fort

Preise auf Altholzmarkt trotz wachsender Unsicherheit noch überwiegend stabil  − vor