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Große Unsicherheit auf Altkunststoffmarkt

29.08.2017 − 

Am Markt für Altkunststoffe herrschten im August teilweise dramatische Zustände. Vor allem betroffen sind Qualitäten wie Folienabfälle aus dem Gewerbe, die bislang vornehmlich nach China verschifft worden sind. Exporteure setzten im August vorübergehend den Einkauf aus und zogen ihre Preisangebote zurück, da weitere Bestellungen aus China nicht sicher waren. Es sei völlig ungewiss, wie es im September weiter gehe, sagten Händler und Entsorger, die vorerst bis Ende der ersten Septemberwoche verladen dürfen.

Nach wie vor ist nicht absehbar, ob und wann welche Qualitäten und Mengen zukünftig nach China verschifft werden können. Die Lage sei inzwischen noch dramatischer als bei der Finanzkrise 2008, weil die massiv verschärfte Importpolitik Chinas vermutlich von Dauer sei, hieß es. Die Stimmung schwanke derzeit zwischen „Weltuntergang“ und „vorsichtig verhaltenem Optimismus“, umriss ein erfahrener Marktakteur die Eindrücke der letzten Wochen.

Gehofft wird im Export darauf, dass das Chinageschäft weiter geht, wenn die Ware vor allem sauber und gut sortiert ist. Dass China künftig nur noch einen Störstoffanteil von maximal 0,3 Prozent beim Import von Sekundärrohstoffen akzeptieren will, wie einem Regelungsentwurf des Umweltministeriums in Peking zu entnehmen ist, gilt in der Branche allerdings als K.O.-Kriterium.

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Markt für Altkunststoffe

 

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