|  

Entsorgungsmarkt für Klärschlamm von Knappheit und hohen Preisen geprägt

Wohin mit dem Klärschlamm?
Wohin mit dem Klärschlamm?
20.05.2019 − 

Knappheit und hohe Preise prägen bereits seit vielen Monaten den Entsorgungsmarkt für Klärschlamm in Deutschland. Der Entsorgungsengpass sorgt für eine Dynamik, in dessen Folge die Preise schneller und stärker ansteigen, als das bisher bei der Klärschlammentsorgung der Fall gewesen ist. EUWID hat sich daher dazu entschlossen, den gestiegenen Informationsbedarf in der Entsorgungs- und Wasserbranche sowie bei politischen Entscheidungsträgern und Behörden zu decken.

Künftig wird EUWID Recycling und Entsorgung jährlich über die Entwicklungen am Entsorgungsmarkt für Klärschlamm berichten und dafür Daten auswerten, Marktteilnehmer interviewen und Zusammenhänge erläutern.

Auslöser für die gegenwärtige Entwicklung waren gesetzliche Veränderungen, insbesondere die Neuordnung des Düngerechts. Viele Landwirte verzichten seither darauf, Klärschlamm als Düngemittel einzusetzen. Auf die schlagartige Reduzierung der für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung zur Verfügung stehenden Ackerflächen war die Entsorgungsbranche nicht ausreichend vorbereitet, sagen Marktteilnehmer im Gespräch mit EUWID. Der Druck auf die Thermik steigt – und damit die Preise für die thermische Behandlung.

Mitverbrennung verhindert schlimmeres Chaos

Neue Kapazitäten in der Monoverbrennung gibt es noch nicht. Die neuen Anlagen müssen in den meisten Fällen erst noch geplant, genehmigt, gebaut und in Betrieb genommen werden, bevor der Druck nachlassen wird, sagen Marktteilnehmer. Kommunalpolitische Sorgen um reale oder drohende Bürgerproteste sowie langwierige Verhandlungsprozesse bei der gemeinsamen Klärschlammentsorgung verzögern Projekte und verschärfen die Situation zusätzlich. Alternativen zur Monoverbrennung werden es schwer haben, sind sich viele Marktteilnehmer einig. Was derzeit boomt ist die Mitverbrennung in allen möglichen Anlagen, insbesondere in Kohlekraftwerken. Sie sind aktuell das Rückgrat der Klärschlammentsorgung in Deutschland und verhindern ein schlimmeres Chaos.

Auch das Phosphorrecycling beschäftigt die Branche. Derzeit weiß keiner im Markt so richtig was auf ihn zukommen wird. Die Sorgen sind groß, dass das P-Recycling zu einem dauerhaften Zuschussgeschäft wird.

Den vollständigen Bericht zum Entsorgungsmarkt für Klärschlamm lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 21/2019. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht ab sofort auch online zur Verfügung:

Entsorgungsmarkt für Klärschlamm

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Zunehmender Preisdruck am Stahlschrottmarkt

Altpapieraufkommen in Deutschland leicht rückläufig  − vor