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Englische EBS-Exporte nehmen nach Corona-Tief langsam wieder zu


Die wichtigsten Abnehmer für britische
EBS-Lieferungen befinden sich nun in Schweden.
19.05.2021 − 

England bleibt angewiesen auf den Export von Ersatzbrennstoffen. Der 2016 erreichte Zenit der britischen Lieferungen, als monatlich im Durchschnitt rund 270.000 Tonnen EBS auf das europäische Festland exportiert wurden, ist zwar lange überschritten und dürfte sich angesichts des Zubaus einer Reihe von Müllverbrennungsanlagen in Großbritannien in den letzten Jahren auch nicht wiederholen. Der während der ersten Monate der Corona-Pandemie zu beobachtende Rückgang der EBS-Ausfuhren auf nur noch 100.000 Tonnen im Monat war allerdings auch kein Trend von Dauer.

So sind die Ausfuhren seither wieder stetig gestiegen, wie aktuelle Daten der britischen Umweltbehörde zeigen. Nur bei der Destination der Lieferungen scheint sich ein Wandel vollzogen zu haben: Die Hauptabnehmer liegen nun in Skandinavien und nicht mehr wie früher in den Niederlanden und Deutschland.

Insgesamt hat England laut der britischen Environment Agency (EA) im ersten Quartal rund 431.000 Tonnen Refuse derived fuel (RDF) bzw. die höherwertige Ersatzbrennstoff-Qualität SRF (Solid recovered fuel) exportiert. Rund 196.000 Tonnen hiervon gingen nach Schweden, das damit die Niederlande (100.000 t) als wichtigstes Zielland abgelöst hat. Hauptgrund für den deutlichen Rückgang der Lieferungen in die Niederlande dürfte die hier seit Anfang 2020 geltende Importsteuer auf Abfälle zur Verbrennung sein. Diese lag im vergangenen Jahr bei 32,63 € pro Tonne und wurde zum Jahresbeginn 2021 auf 33,15 € angehoben.

Deutschland hatte seinen Status als langjähriger zweiwichtigster Abnehmer englischer Ersatzbrennstoffe hinter den Niederlanden bereits im Jahr 2019 verloren. In der langfristigen Betrachtung zeigen die Zahlen einen stetigen Rückgang der EBS-Anlieferungen aus England. Während dies in den Vorjahren vor allem an der sehr hohen Kapazitätsauslastung der deutschen Abfallverbrennungsanlagen und dem gestiegenen hiesigen Preisniveau gelegen haben dürfte, hatte im letzten Jahr sicherlich auch der Ausbruch der Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen des internationalen Warenverkehrs Anteil am weiteren Rückgang der Importe.

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