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Coronakrise trifft Kunststoffrecycler

Coronakrise
Das Coronavirus hat auch den Altkunststoffmarkt im
Griff (Symbolbild).
31.03.2020 − 

Die Coronakrise stellt auch die Kunststoffrecycler in Deutschland vor große Herausforderungen. Aufträge von weiten Teilen der Industrie brechen weg. Oberste Priorität habe derzeit Liquidität, sagen die meist mittelständischen Recycler. Im März habe sich die Krise am Markt zwar noch nicht massiv ausgewirkt. Allerdings lasse die Vorschau für April Böses erahnen, sagen Marktteilnehmer mit Blick auf die Bestellungen.

Bereits im März haben die Preise für Folienabfälle und Mahlgüter zum Teil deutlich nachgegeben. Die Nachfrage war von einigen Recyclern zwar als noch ordentlich beurteilt worden, auch weil es wohl Vorkäufe für den April gegeben hatte. Im weiteren Monatsverlauf trübte sich die Aussicht aber massiv ein. Die Bestellungen für April fallen sehr schlecht aus, sagen vor allem Recycler, die auch für die Autoindustrie arbeiten. „Wir fahren auf kurze Sicht und haben die Einkaufspreise für Mahlgüter und Folienabfälle stark gesenkt“, hieß es oft.

Verfall des Ölpreises erhöht den Druck

Druck komme zudem nach dem massiven Ölpreisverfall durch die deutlich günstiger gewordene Neuware. Es gibt aber auch Ausnahmen. So laufe der Absatz in manchen Folienanwendungen wie etwa Müllsäcke und Verpackungen derzeit auf Hochtouren. Allerdings sorgte dieser Nachfrageschub nicht für höhere Preise für Folienabfälle.

In den Export außerhalb der EU gingen im Laufe des Monats März zudem nur noch geringe Mengen. Abnahme in Asien war zum Teil nur noch in wenigen Fabriken in Malaysia möglich, und auch die Türkei hat die Importe offenbar deutlich reduziert.

Den vollständigen Bericht zum Altkunststoffmarkt inklusive des Preisspiegels für die verschiedenen Sorten lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 14/2020. Premium-Abonnenten können Marktbericht und Preisspiegel auch online abrufen:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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