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Coronakrise sorgt bei Schrotthändlern für große Verunsicherung


Stahlschrottpreise nach anfänglichen Aufschlägen
aufgrund der Corona-Krise jetzt im freien Fall.
23.03.2020 − 

Sah es zum Monatsbeginn noch nach einem halbwegs normalen Geschäftsverlauf für die Stahlschrotthändler mit leichten Preisaufschlägen aus, kippte die Stimmung ab Ende der zweiten Märzwoche komplett. Mit der immer stärkeren Ausbreitung des Coronavirus und den immer rigoroseren Gegenmaßnahmen der Politik droht das Geschäftsleben mittlerweile vollends einzubrechen. Stahl verarbeitende Betriebe lassen die Produktion ruhen, Aufträge werden storniert.

Auch die Stahlerzeuger fühlen sich mitunter nicht mehr an ihre Verträge mit den Schrotthändlern gebunden, stornieren diese bzw. verweigern die Materialabnahme. Die zuletzt von den Werken aufgerufenen Preise liegen teils deutlich unter Februarniveau. Zu welchem Preis letztlich Mengen fließen und abgerechnet werden, weiß der Schrotthandel momentan nicht zu sagen. „Eigentlich müssten wir den Marktpreis im März aussetzen“, sagte ein Händler im Gespräch mit EUWID.

Wie aus Händlerkreisen zu hören ist, wurden und werden zwar einige Mengen zu den Abschluss-Preisen diesen Monat an die Stahlwerke ausgeliefert. In Teilen Deutschlands sei der Schrottverkauf allerdings stark ins Stocken geraten. Es ist von Sistierungen seitens der Stahlwerke die Rede, in Italien sollen auch Verträge komplett storniert worden sein.

Den vollständigen Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt inklusive der Preisangaben lesen in EUWID Recycling und Entsorgung 13/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon jetzt online zur Verfügung:

EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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