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Chinas Importrestriktionen schlagen sich in deutscher Altpapier-Exportstatistik nieder

24.11.2017 − 

Lediglich 5.300 Tonnen Altpapier hat Deutschland im September auf direktem Wege in die Volksrepublik China exportiert. Ein Jahr zuvor waren es noch siebenmal so viel. Diese Woche vom Statistischen Bundesamt bekannt gegebene Zahlen verdeutlichen den seit Monaten diskutierten Effekt von Chinas angekündigten Importrestriktionen auf den deutschen Außenhandel mit Altstoffen.

Insgesamt hat Deutschland im September 181.700 Tonnen Altpapier im Wert von 28,9 Mio € exportiert. Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Außer nach China sind auch die Ausfuhren in die Niederlande als Umschlagplatz für weitergehende Exporte nach Asien stark (-28 Prozent) eingebrochen.

Für die Zeit Januar bis September 2017 meldet Destatis einen leichten Rückgang der deutschen Altpapierexporte um 1,5 Prozent. Dabei ist ein deutlicher Anstieg der Ausfuhren nach Thailand seit August dieses Jahres als Ausweichroute für die China-Exporte zu beobachten.

Die Einfuhren von Altpapier nach Deutschland sind in den ersten zehn Jahresmonaten um 2,3 Prozent gestiegen und steuern auf ein neues Rekordhoch in 2017 zu. Vor allem aus Tschechien (+20 Prozent), Belgien (+13 Prozent) und Polen (+5 Prozent) wird deutlich mehr Altpapier angeliefert. Im jüngsten Berichtsmonat September summierten sich Deutschlands Altpapierimporte auf 403.100 Tonnen im Wert von 71,4 Mio €.

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