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Altpapierexporte bis April um fast ein Fünftel gesunken


Statistik zeigt massiven Wertverlust von Altpapier.
18.06.2020 − 

Deutschland im- und exportiert in diesem Jahr deutlich weniger Altpapier. Dieser bereits in den ersten beiden Monaten feststellbare Trend hat sich durch den Ausbruch der Coronakrise ab März noch verstärkt. Insgesamt lagen die Altpapiereinfuhren bis April 15 Prozent und die Ausfuhren 18 Prozent unter Vorjahresniveau.

Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes summierten sich die Altpapierexporte zwischen Januar und April auf 713.000 Tonnen im Wert von 52 Mio €. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 871.000 Tonnen für 104 Mio €. Der Wert von Altpapier ist somit überproportional stark gesunken und spiegelt die in den EUWID-Marktberichten der vergangenen Monate dargestellte Entwicklung wider. Mit Blick auf die wichtigsten Abnehmerländer fällt auf, dass die deutschen Ausfuhren nach Indien und Vietnam gegen den allgemeinen Trend stark zugenommen haben.

Auf der Einfuhrseite meldet Destatis für die ersten vier Monate Altpapierimporte in Höhe von 1,3 Mio Tonnen im Wert von 135 Mio €. Für nahezu alle wichtigen Handelspartner zeigt die Statistik Mengenrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Stark rückläufig waren vor allem die Importe aus Großbritannien (-29 Prozent), Österreich (-25 Prozent), Dänemark (-24 Prozent) sowie aus Tschechien, Polen und Italien, deren Anlieferungen im Vorjahresvergleich um 18 bzw. 19 Prozent gesunken sind. Dagegen sind die US-amerikanischen Altpapierexporte nach Deutschland um 41 Prozent bzw. 8.000 Tonnen gestiegen.

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