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Altpapier-Außenhandel im ersten Quartal stark rückläufig


Altpapierexporte nach China und
Indonesien praktisch komplett eingestellt.
22.05.2020 − 

Deutschlands Außenhandel mit Altpapier war im ersten Quartal stark reduziert. Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes reduzierten sich die Ein- und Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 15 bzw. 13 Prozent. Der volle Einfluss der Coronakrise auf die Handelsaktivitäten dürfte sich erst in den Statistiken der Folgemonate zeigen.

Laut Destatis exportierte Deutschland in den ersten drei Monaten insgesamt 557.000 Tonnen Altpapier im Wert von 39 Mio €. Im Vorjahr waren es noch 644.000 Tonnen für 78 Mio €. Komplett eingestellt wurde die Altpapierausfuhr nach China. Summierten sich die Direktexporte im ersten Quartal 2019 noch auf über 15.000 Tonnen, weist die Statistikbehörde an dieser Stelle nun eine Null aus.

Auch die Ausfuhren nach Indonesien lagen mit 1.700 Tonnen nur noch bei einem Bruchteil der Vorjahresmenge von 27.000 Tonnen. Teilweise kompensiert wurde dieser Nachfrageabfall durch gestiegene Lieferungen nach Indien (+76 Prozent) und Vietnam (+137 Prozent).

Auf der Einfuhrseite meldet Destatis für die ersten drei Monate Altpapierimporte in Höhe von 973.000 Tonnen im Wert von 100 Mio €. Stark rückläufig waren vor allem die Lieferungen aus Polen (-20 Prozent), Tschechien (-25 Prozent), Dänemark (-30 Prozent) und Großbritannien (-32 Prozent).

Auch aus den Niederlanden als wichtigstem Umschlagsplatz kamen rund 14 Prozent weniger Altpapier. Gegen den Trend stabil waren dagegen die Altpapierimporte aus Frankreich und Belgien.

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