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Altkunststoffmarkt weiter angespannt

Kunststoffmahlgut
Kunststoffmahlgut
04.09.2020 − 

Im August hat sich die Situation am Altkunststoffmarkt nicht entspannt. Die Nachfrage zog zwar etwas an, aber zum Teil auf Kosten der Preise, bei denen leichte Zugeständnisse gemacht wurden. Kunststoffverarbeiter fragten gegen Ende der Sommerferien mehr nach, da die Neuware inzwischen wieder etwas teurer wurde.

Zum Teil sind Unternehmen noch Kurzarbeit, die Auslastungsgrade der Recycler sind oft noch unterdurchschnittlich. Gehofft wird auf ein Anziehen der Konjunktur, was die Chancen für Preiserhöhungen erhöhen dürfte. Noch sei die Lage aber unübersichtlich, von einem kontinuierlichen Geschäft könne nicht gesprochen werden, sagen Recycler.

Preis für Neuware weiterhin niedrig

Die Aufbereiter drückt vor allem der weiterhin niedrige Preis für Neuware. Die Nachfragerückgänge für Rezyklate reichen laut einer Blitzumfrage des Entsorgerverbandes BDE von 15 Prozent bis zu 90 Prozent in einzelnen Bereichen, was aus Sicht des Verbandes einem Teilzusammenbruch des Absatzmarktes gleichkommt.

Mit Spannung erwartet die Branche, wie Deutschland die EU-Vorgaben aus der Einweg-Kunststoff-Richtlinie und der sogenannten „Plastic Tax“ umsetzt, die sich auf Verpackungen beziehen. Aktuell sind für sortierte Kunststofffraktionen aus den dualen Systemen kaum noch Erlöse zu erzielen bzw. es sind hohe Zuzahlungen nötig, um die Ware in das Recycling geben zu können.

Den kompletten Bericht zur aktuellen Lage auf dem Altkunststoffmarkt inklusive der Preistabelle für August lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 37/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht ab sofort online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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