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Altkunststoffmarkt leidet unter neuen Importverboten

Exporteure müssen, wenn sie nicht noch auf andere Länder ausweichen können, Schiffsladungen, die bereits nach Malaysia unterwegs sind, zurücknehmen.
(Symbolbild)
06.08.2018 − 

Der Monat Juli endete für viele Exporthändler am Altkunststoffmarkt mit einem Paukenschlag. Nachdem in der letzten Juliwoche die Nachricht von einem Einfuhrstopp in Malaysia die Runde machte, reduzierten Händler massiv ihre Einkaufspreise oder stellten den Einkauf gar gänzlich ein. Letztlich ging Ende Juli nahezu nichts mehr nach Asien, wo vor allem Recycler in Malaysia und Vietnam den Ausfall Chinas am Altkunststoffmarkt im letzten halben Jahr zum Teil kompensiert hatten.

Die Preislisten, die bis zum 25. Juli galten, sind inzwischen Makulatur. Stellenweise reduzierten Händler mangels Absatz die Werte für gute Gewerbemischfolien um bis zu 100 € pro Tonne, was letztlich eine Abwehrmaßnahme ist. Exporteure müssen, wenn sie nicht noch auf andere Länder ausweichen können, Schiffsladungen, die bereits nach Malaysia unterwegs sind, zurücknehmen. Inzwischen soll es dem Vernehmen nach kaum noch Reeder geben, die Kunststoffabfälle nach Asien verschiffen.

Den vollständigen Bericht zum deutschen Altkunststoffmarkt inklusive der Preisangaben lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 32/2018. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle auch online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel für Altkunststoffe

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