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Altkunststoffmarkt: Knappe Folienabfälle, höhere Preise

Kunststoff-Mahlgüter in verschiedenen Farben.
Die Preise am Altkunststoffmarkt sind einigermaßen
stabil.
08.11.2021 − 

Auch im Oktober blieben die Preise am Altkunststoffmarkt einigermaßen stabil. Regranulierer konnten für beste PP- und LDPE-Qualitäten ihre Preise anheben und damit etwas höhere Preisforderungen für Folienabfälle und Mahlgüter kompensieren. Im Bausektor hält die ordentliche Nachfrage nach Reyklaten weiter an.

Die Mahlbetriebe und Regranulierer berichteten allerdings erneut meist über stabile Verkaufspreise. Auf der Rohstoffbeschaffungsseite gibt es nach wie vor keine Entspannung, weil weniger Produktionsabfall in Folge von Kurzarbeit anfällt. Davon sei nicht nur die Autozuliefererindustrie betroffen, auch bei manchem Verpackungshersteller fielen trotz guter Konjunktur weniger Abfälle an, weil es Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Neuware gebe, sagen Marktteilenehmer.

Im Export meldet sich die Türkei zurück

Im Export haben sich erwartungsgemäß Kunden aus der Türkei stärker zurückgemeldet, die insbesondere Folienabfälle gekauft haben sollen. Mit Blick auf den November spekuliert die Branche auf Nachfrage aus Asien.

Vor allem Malaysia und Vietnam dürften verstärkt Folienabfälle einkaufen, nachdem die überarbeiteten EU-Vorschriften über die Ausfuhr von Abfällen der grünen Liste in Nicht-OECD-Staaten dies wieder ohne Notifizierungsverfahren ermöglichen. Was den Export von Kunststoffabfällen nach Indien in diesem Zusammenhang betrifft, gibt es Händlern zufolge noch Diskussionen.

Den vollständigen Bericht zur aktuellen Lage auf dem Altkunststoffmarkt inklusive der Preistabelle für Oktober lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 45/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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