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Altkunststoffe: Weitere Preisanhebungen erwartet

Altkunststoff Mahlgüter in verschiedenen Farben
Die Nachfrage nach Altkunststoffen war auch im
Dezember hoch.
11.01.2022 − 

Die Nachfrage nach Altkunststoffen blieb auch im kurzen Arbeitsmonat Dezember hoch. "Wir hätten deutlich mehr verkaufen können", beschrieb ein Recycler die für den Dezember eher ungewöhnliche Marktlage. Sowohl für die Einkäufer der Recycler als auch deren Kunden in der kunststoffverarbeitenden Industrie sind die Zeiten nicht einfach.

Häufig fehlt es an Altkunststoffen für Rezyklate. Diese sind auch aufgrund geringer Verfügbarkeit und hoher Preise für Neuware rege gefragt.

Im Dezember konnten Recycler nur zum Teil höhere Kosten weitergeben. Meist war von einem Rollover die Rede. Marktbeteiligte verweisen auf deutliche höhere Strom- und Lohnkosten, aber auch auf Schwierigkeiten mit Frachten im In- und Ausland. Zudem halte der Trend zur Lohnverarbeitung an, was die zur Verfügung stehenden Mengen für die freie Vermarktung reduziere.

Exporte in die Türkei und nach Fernost laufen weiterhin ordentlich

Im Export liefen die Geschäfte weiterhin ordentlich. Auch im Dezember kauften Recycler aus der Türkei insbesondere PE-Folienabfälle zu hohen Preisen an. Inzwischen seien die türkischen Abnehmer praktisch Preisführer, auch der Export nach Fernost sei nicht eingebrochen.

Offenbar werde die Türkei auch im Januar weiter in Europa kaufen, zumal dort die Importlizenzen rascher als im vorigen Jahr zugeteilt würden, hieß es. Problematisch beim Export in die Türkei sei die schlechte Verfügbarkeit von Containern, sagten Händler.

Den vollständigen Bericht zur aktuellen Lage auf dem Altkunststoffmarkt inklusive der Preistabelle für Dezember lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 01-02/2022. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht bereits online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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