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Altkunststoffe im November mit deutlichem Preisauftrieb


Hohe Energiekosten und knappe Neuware
treiben Nachfrage nach Regranulaten an.
07.12.2021 − 

Die Preise am Altkunststoffmarkt haben bei guter Nachfrage im November auf breiter Front angezogen. Für Mahlgüter und Regranulate kam es zu Preisanhebungen im zweistelligen Eurobereich. Teurere Fracht- und Energiekosten wie auch die Knappheit bei Neuware werden als Gründe angeführt. Zudem fehlt es bei einigen Kunststofftypen aufgrund von Kurzarbeit weiterhin an Produktionsabfällen. Immer mehr Verarbeiter lassen ihren Ausschuss in Lohn regranulieren, was die zur Verfügung stehende freie Handelsmenge reduziert. Bei Folienabfällen ist das Angebot ebenfalls knapp.

Eine hohe Nachfrage aus der Türkei und aus Fernost gab dem Preisauftrieb zusätzlich Nahrung. Im November wurden für PE-Folienabfälle rekordverdächtige Preissteigerungen verzeichnet. Im Export dürfte ab Dezember die neue Anlaufstellen-Leitlinie Nr. 12 wirken. Wie zu hören war, wollen die Niederlande den Grenzwert von zwei Prozent für Verunreinigungen auch für Verbringungen von Kunststoffabfällen innerhalb der EU anwenden.

Einige Marktbeteiligte gehen für den Dezember von weiteren Preisanhebungen für Altkunststoffe aus, auch wenn manche Verarbeiter und Recycler zum Teil ab dem 17. Dezember in Revision oder Weihnachtspause gehen. Doch es gibt auch Stimmen, die den Preisauftrieb skeptisch beurteilen. Verwiesen wird auf die sich verschlechternde Pandemielage.

Den vollständigen Bericht zur aktuellen Lage auf dem Altkunststoffmarkt inklusive der Preistabelle für September lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 49/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht bereits online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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