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Altkunststoffe: Deutliche Preisanstiege im April

Kunststoffmahlgut
Sekundärkunststoffe waren im April gefragt.
07.05.2021 − 

Auch im April waren Altkunststoffe stark gefragt, weil Neuware kaum verfügbar war. Die Preise für Sekundärkunststoffe schnellten nach oben. Mitunter konnten Recycler selbst die Bestellungen von Stammkunden nicht komplett erfüllen. Zuteilungen und Absagen soll es auf breiter Front geben.

Der Markt sei überhitzt und unübersichtlich wie noch nie, sagen Händler und Recycler. Die Entwicklung bereitet den Recyclern immer größere Sorgen. Höhere Verkaufspreise für Mahlgüter und Regranulate gründeten vor allem auf der Not der Verarbeiter, die kaum oder keine Neuware bekommen und deshalb auf Rezyklate ausweichen.

Recycler konnten ihre Margen kaum verbessern

Ob diese Nachfragesituation länger als bis zum Sommer anhält, wird von einigen Marktteilnehmern bezweifelt. Recycler geben zu bedenken, dass sie ihre Margen trotz jetzt höheren Verkaufspreisen nicht wesentlich verbessern könnten, weil auch die Anfallstellen höhere Preise für Kunststoffabfall verlangten. Das Plus im Verkauf werde quasi 1:1 im Einkauf weitergegeben, sagten Recycler.

Bei Folienabfällen zogen im Monatsverlauf die Preise ebenfalls an. Gegen Ende April brachen allerdings die Preise für bessere Gewerbemischfolien wieder ein, was vor allem an den Exportmärkten lag. Kunden in Südostasien klagten über schwächere Erlöse für Regranulate, in Indien leide das Geschäft infolge der rasanten Ausbreitung des Coronavirus und auch der Lockdown in der Türkei drücke nun auf die Geschäfte, hieß es.

Den kompletten Bericht zur aktuellen Lage auf dem Altkunststoffmarkt inklusive der Preistabelle für April lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 19/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Altkunststoffe Deutschland

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