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Altholzmarkt: Sorgen über geringe Lagerbestände

Bagger mit Altholz
Altholz ist weiterhin gefragt.
30.07.2021 − 

Die Entwicklung des Marktes für Altholz aus dem Frühjahr und damit die gegenüber den Vorjahren deutlich knappere Versorgung hat sich fortgesetzt. Dies gilt zwar in erster Linie für den Süden, aber auch im Westen und Osten Deutschlands ist das Aufkommen für diese Jahreszeit "eigentlich zu wenig" und "spürbar geringer".

Während sich Marktkenner im Süden hinsichtlich der Kraftwerksversorgung sehr bedenklich äußern und davon die Rede ist, dass bereits jetzt Lieferkontingente teilweise nicht erfüllt werden könnten, gilt dies in den anderen Regionen nicht in dieser Ausprägung. Mehrheitlich – Ausnahmen bestätigten die Regel – besteht aber Einigkeit darüber, dass die Lagerbestände republikweit erheblich geringer sind als zum vergleichbaren Zeitpunkt in den Vorjahren.

Das derzeitige Aufkommen reicht nicht aus, um ein Winterlager aufzubauen

Da das derzeitige Aufkommen in der Regel gerade einmal ausreicht, den gegenwärtigen Bedarf zu denken – „was reinkommt – geht auch raus“, blickt die Branche einigermaßen sorgenvoll in Richtung Winter. Dabei sei es für diese Nervosität saisonal eigentlich ein paar Monate zur früh.

Insbesondere im Süden lässt sich die Lage knapp zusammenfassen: "Zu wenig Holz bei zu viel Verbrauch." Für einen Winterlageraufbau reichen die Altholzmengen schlicht nicht aus, bestätigten unisono Aufbereiter wie auch Verbrenner. "Wir müssten zum jetzigen Zeitpunkt schon deutlich weiter sein", so ein größerer Marktteilnehmer, "uns läuft die Zeit davon“. Es sei ambitioniert, "das Winterlager zu füllen, ohne größere Unruhe am Markt zu verursachen".

Geringere Mengen aus Gewerbe, Industrie und privaten Haushalten

Als Faktoren für die knappe Versorgung verweisen Aufbereiter auf geringere Mengen aus Industrie und Gewerbe wie auch von privaten Haushalten. Wenn etwa die Automobilindustrie wegen fehlender Komponenten immer wieder die Produktion stoppe, mache sich dies vor allem bei den sauberen Qualitäten bemerkbar. Auch von den Wertstoffhöfen komme oftmals weniger Material. Der aufgrund der Coronakrise erkennbare Mengenstau sei "weg und abgeflossen", wenngleich dieser Effekt nicht von allen Befragten bestätigt wird.

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EUWID-Preisspiegel: Altholz Deutschland

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