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Altholzmarkt: Nachfrage übersteigt Angebot deutlich

Altholz A IV
Die Lage am Altholzmarkt hat sich noch einmal
deutlich verschärft.
02.11.2021 − 

Die im Marktbericht von Ende Juli dargestellte knappe Versorgungssituation auf dem Markt für Altholz hat sich erheblich verschärft. Die allgemeine Rohstoff- und Energieverknappung sei auf einem inzwischen "von hoher Nervosität geprägten Altholzmarkt" angekommen, so die Einordnung von Marktteilnehmern.

Insbesondere die Geschwindigkeit der Preisanpassungen wird der EUWID-Umfrage zufolge als „sehr überraschend“ eingeschätzt und sei auch von langjährigen Marktbegleitern in diesem Umfang noch nicht gesehen und auch nicht erwartet worden.

Kraftwerke könnten im Winter in Teillast fahren oder ganz abgeschaltet werden

Da es derzeit nur in Ausnahmen gelingt, sich mit einem Lageraufbau stabil für den Winter aufzustellen, gehen nicht wenige Marktteilnehmer davon aus, dass es über den Winter Kraftwerke in Teillast gefahren oder gar vorübergehend ganz abgeschaltet werden könnten, wobei im Fortgang vieles von der Witterung abhängen werde.

Erstmals seien im September die Stromerlöse in der Direktvermarktung über die EEG-Festvergütungen von um die 90 € je Megawattstunde geklettert – und das deutlich: Im September seien über 120 € erreicht worden. Für die Kraftwerke bietet das einerseits Mehrerlöse in der Direktvermarktung in Höhe der Differenz zur EEG-Vergütung. Andererseits entstehe dadurch auch Spielraum für den Einsatz von alternativen Brennstoffen.

Den kompletten Bericht zum Altholzmarkt inklusive der Preise für die einzelnen Sorten lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 44/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen Preisspiegel und Marktbericht bereits online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Altholz Deutschland

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