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Anrainerstaaten übernehmen Chinas Rolle bei Altkunststoffen

Regranulate, Mahlgüter und auch bessere Folienabfälle waren im April gut gefragt.
Regranulat (Symbolbild; Quelle: DSD)
08.05.2018 − 

In den Anrainerstaaten um China sind inzwischen ordentliche Recyclingkapazitäten in Betrieb. Diese Kapazitäten wurden zum Teil von chinesischen Recyclern und anderen Investoren aufgebaut.

Steve Wong vom chinesischen Kunststoffrecyclerverband geht davon aus, dass wahrscheinlich 20 bis 30 Prozent der Recycler in China in andere Länder Südostasiens umgezogen sind. Thailand sowie Vietnam und Malaysia dürften zusammen einen Import von 5,0 Mio Tonnen Kunststoffabfall erreichen.

Weil auch Länder wie Korea, die Philippinen, Indonesien und andere - abgesehen von Hongkong und Taiwan - immer mehr Kunststoffabfälle importierten, geht Wong von einem Importvolumen von 7,0 Mio Tonnen in diesen Ländern aus. Wenn diese Produktionen liefen, könnte Chinas Versorgungslücke geschlossen sein, meinte Wong.

Insgesamt ist die Nachfrage nach LDPE-Folienregranulaten im Inland wie im Ausland hoch. Da nach China keine Folienabfälle mehr exportiert werden, fragen die Verarbeiter weiter stark nach Regranulat aus Europa.

In Deutschland waren Regranulate und Mahlgüter und auch bessere Folienabfälle im April gut gefragt. Stellenweise zogen die Preise deutlich an. Sorgen gibt es mit Blick auf den knappen Frachtraum im sehr kurzen Arbeitsmonat Mai, weil weiter Fahrer und Lkw fehlten, sagen Recycler und Händler.

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EUWID-Preisspiegel für Altkunststoffe

 

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