Druck auf Stahlschrottpreise nimmt nach Einbruch im Exportgeschäft stark zu

Der Stahlschrottmarkt bewegt sich zurzeit in äußerst unruhigem Fahrwasser. Die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat die internationalen Rohstoff- und Finanzmärkte durcheinandergewirbelt und zu einer massiven Abwertung des US-Dollars geführt. Dies setzte ab Mitte der zweiten Aprilwoche die an den Exporthäfen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gezahlten Schrottpreise stark unter Druck. Die von den inländischen Stahlwerken im April bezahlten Preise blieben – insbesondere bei frühen Abschlüssen – zwar noch weitgehend stabil. Das im weiteren Monatsverlauf stetig angewachsene Delta zum Exportpreis lässt für Mai allerdings nun auch hier eine größere Preiskorrektur nach unten erwarten.

Wie Recycler berichten, ist die den Markt im ersten Quartal tragende Hoffnung auf einen konjunkturellen Aufschwung wieder einem tiefen Pessimismus gewichen. Die Vorzeichen hätten sich komplett umgekehrt, obwohl sich die fundamentalen Daten bisher eigentlich wenig verändert hätten. Die von der US-Administration angekündigten, dann ausgesetzten und letztlich doch teils umgesetzten Importzölle würden aber große Unsicherheit im Markt schüren und dämpften damit die globalen Handels- und Wachstumsperspektiven. So hat der Internationale Währungsfonds aufgrund der US-Zollpolitik jüngst seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft in 2025 auf 2,8 Prozent von zuvor 3,3 Prozent gesenkt. Für Deutschland wird in diesem Jahr sogar ein Nullwachstum vorausgesagt.

Den kompletten Marktbericht mit einer aktuellen Preisübersicht für den Monat April finden Sie hier....

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