Deutsche Altpapierimporte im September um ein Drittel eingebrochen

Es hatte sich in den von EUWID geführten Marktgesprächen angedeutet: Nach umfangreichen Abstellmaßnahmen der Papierindustrie im Sommer und einem damit einhergehenden Einbruch der Nachfrage nach Altpapier besteht auch deutlich weniger Bedarf für Altpapierimporte. Aktuell vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zufolge sind die Einfuhren von „Papier oder Pappe zur Wiedergewinnung“ im September im Vormonats- und Vorjahresvergleich um ein Drittel eingebrochen. Die für September ausgewiesene Importmenge von 310.000 Tonnen bedeutet den niedrigsten Monatswert seit über zwei Jahren.

Auch auf der Ausfuhrseite zeigt die Statistik einen im Vergleich zum Vorjahr stark reduzierten Außenhandel. Mit 108.000 Tonnen exportierte Deutschland im September 17 Prozent weniger Altpapier als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem äußerst schwachen Handelsmonat August 2022, als die Altpapierausfuhren erstmals in der bis 2006 zurückreichenden Destatis-Datenreihe unter die Marke von 100.000 Tonnen pro Monat gefallen waren, sind die Exporte aber wieder um 15 Prozent gestiegen. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Aufwärtstrend aufgrund der momentan schwachen Inlandsnachfrage im Herbst fortgesetzt hat. Marktteilnehmer berichten ganz aktuell von verstärkten Lieferungen nach Asien....

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