Die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben im Jahr 2025 mehr Stahlschrott in Länder außerhalb der EU exportiert. Laut vorläufigen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat erhöhten sich die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um sechs Prozent auf 16,6 Mio. Tonnen. Auch die EU-Stahlschrottimporte aus Drittstaaten legten leicht um ein Prozent auf 4,8 Mio. Tonnen zu. Unter dem Strich bleibt die EU damit deutlich Nettoexporteur von „Abfällen und Schrott aus Eisen oder Stahl“.
Laut Eurostat lag der Gesamtwert der Stahlschrottexporte der EU-27 im letzten Jahr bei 5,4 Mrd. €, verglichen mit 5,9 Mrd. € für 15,6 Mio. Tonnen im Jahr 2024. Der Rückgang des Ausfuhrwerts pro Tonne – von 376 auf 325 € – korrespondiert mit der in den monatlichen EUWID-Umfragen über den Berichtszeitraum insgesamt dokumentierten negativen Preisentwicklung auf dem Stahlschrottmarkt.
Mengenmäßig am stärksten gestiegen sind die EU-Stahlschrottexporte in die Türkei. Das Land, das seit jeher der mit Abstand größte Abnehmer europäischen Schrotts ist, steigerte seine Importe aus der EU gegenüber 2024 um elf Prozent auf 10,8 Mio. Tonnen. Das entspricht einem Anteil von knapp zwei Dritteln der insgesamt von der EU-27 in Drittstaaten exportierten Stahlabfälle.
Den vollständigen Bericht mit mehreren Graphiken zum Umfang und zur Entwicklung des europäischen Außenhandels mit Stahlschrott finden Sie hier....




