
Der Verfall der Altpapierpreise bei den unteren Sorten setzt sich im Juli fort. Kaufhausaltpapier zog Mischpapier dabei „brutal” mit nach unten. Trotz schwacher Nachfrage bleibt die Lage bei den Entsorgern entspannt, da das Sammelaufkommen weiterhin sehr gering ist. Eine größere Preisstabilität wird für die mittleren und höheren Sorten berichtet.
Als Grund für die rückläufigen Preise wird oft auf die schlechte Auftragslage und die schwache Auslastung der Produktionskapapzitäten in der Papierindustrie verwiesen. Viele Anlagen wurden daher abgestellt. Dementsprechend schwach fällt der Bedarf für Altpapier aus. Bei den Entsorgern herrscht dennoch keine Panik. Trotz der schwachen Nachfrage stauen sich auf Höfen und in Zwischenlagern kaum Mengen. Vielmehr sei das Sammelaufkommen weiterhin sehr gering – noch niedriger als im ohnehin schwachen Vorjahr.
Exporte nach Fernost spielen aktuell für den deutschen Markt noch keine Rolle, da die gebotenen Konditionen hier oftmals noch unter dem hiesigen Preisniveau liegen sollen. In den kommenden Monaten könnten jedoch wieder größere Mengen nach Asien abfließen, erwarten Marktteilnehmer. Da damit auch eine Untergrenze für die Altpapierpreise definiert werde, rechnen sie für August nicht mit einem weiteren Preisverfall in Deutschland.
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