Altpapierpreise erneut mit wenig Bewegung

Auf dem deutschen Altpapiermarkt gibt es auch im Oktober nur wenig Bewegung bei den Preisen. Vor allem für die Massensorten Kaufhaus- und Mischpapier berichten Marktteilnehmer nahezu gleichlautend von unveränderten Preisen. Nur in Einzelfällen ist von geringfügigen Anpassungen die Rede.

Die von der Papierindustrie ursprünglich für diesen Monat angestrebten Preisreduzierungen ließen sich somit quasi nicht durchsetzen. Trotz der nach den Sommerferien wieder leicht angezogenen Sammelmengen befindet sich der Markt bei den unteren Sorten weiterhin im Gleichgewicht. Dazu beigetragen hat auch eine etwas höhere Abnahme aus der Papierindustrie, heißt es aus dem Markt. Die Zahl der Stillstände sei zuletzt wieder deutlich gesunken. Generell soll die Auftragslage der Industrie aber weiterhin schlecht sein, entsprechend schwach sind die Maschinen ausgelastet. 

Der Umfang des aus Deutschland nach Fernost exportierten Altpapiers hält sich dem Vernehmen nach trotz der unverändert niedrigen Frachtkosten weiter in Grenzen. Dennoch scheint auch die Sorge vor einem möglicherweise wieder anziehenden Export für eine Stabilisierung der Preise auf dem deutschen Markt zu sorgen. Gleichzeitig sorgen die Fernostexporte aus anderen europäischen Ländern für ein begrenztes Altpapierangebot in Europa.

Anders als die Massensorten 1.02 und 1.04 stehen die mittleren und besseren Sorten auch diesen Monat etwas stärker unter Preisdruck. Insbesondere für bunte Akten und Multidruck wird von Preisreduzierungen um 5 bis 10 € berichtet. Regional unterschiedlich fallen die Einschätzungen zu Deinkingware aus. Während im Norden und Osten von einer überraschend guten Abnahme und dadurch unveränderten Preisen berichtet wird, soll die Sorte 1.11 im Süden und Westen stärker unter Druck stehen.

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