18 europäische Industrie- und Handelsverbände sowie Rücknahmesysteme warnen vor Bestrebungen in einzelnen EU-Mitgliedstaaten, Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) in einzelnen EU-Mitgliedstaaten stärker staatlich zu organisieren. In einem gemeinsamen Positionspapier sehen die Organisationen und Unternehmen Risiken für Governance-Strukturen, Investitionsbedingungen und die Harmonisierung des EU-Binnenmarkts.
Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem E-Commerce Europe, Euratex, Euro Commerce, die Global Fashion Agenda, Landbell, Reconomy sowie die PRO Circularity Alliance. Letztere hatte bereits Ende 2025 vor einer Verstaatlichung der Herstellerverantwortung gewarnt.
Kern der Kritik ist eine mögliche Aufweichung des herstellergetragenen Prinzips, das nach Artikel 8a der EU-Abfallrahmenrichtlinie die Grundlage funktionsfähiger EPR-Systeme bildet. Diese sehen vor, dass Hersteller die organisatorische und finanzielle Verantwortung für das Lebensende ihrer Produkte tragen und hierfür eigenständige Produzentenverantwortungsorganisationen (Producer Responsibility Organisations, PROs) einsetzen....




