
Die an die allgemeine Teuerungsrate gekoppelten Abfallgebühren in Wien steigen im kommenden Jahr um 5,9 Prozent. Die Abgaben bzw. Gebühren für öffentliche Dienstleistungen von Österreichs Hauptstadt werden automatisch angepasst, wenn der jeweils gesetzlich definierte Schwellenwert von drei Prozent übertroffen wird.
Diese sogenannte Valorisierung sorge dafür, dass Gebühren nachvollziehbar und kalkulierbar seien, teilte die Stadtverwaltung mit. Private Haushalte würden durch diese regelmäßigen Anpassungen vor massiven und nicht vorhersehbaren Belastungen in unregelmäßigen Abständen geschützt. Für einen Familienhaushalt steigen ab 2025 die monatlichen Müllgebühren um 1,51 €, für einen Single-Haushalt um 66 Cent.
Mit Stand Juli sei die Entsorgung in Wien sowohl im innerösterreichischen Vergleich wie auch im Vergleich mit anderen europäischen Städten günstig: So kostet eine Leerung eines 120-Liter-Behälters inklusive kostenloser Biotonne in Wien nach der Erhöhung 5,56 €, rechnet die Stadtverwaltung vor. Die Kosten für die gleiche Dienstleistung reichten in Österreich von 4,47 € in Salzburg über 8,61 € in Bregenz bis hin zu 12,44 in St. Pölten. Im Vergleich zu anderen europäischen Städten liege Budapest mit 2,30 € deutlich darunter, andere Städte wie etwa Hamburg (7,50 €), München (7,56 €), Berlin (8,41 €) oder Oslo mit 9,52 € dagegen deutlich über den Wiener Gebühren.



