Verband Schweizer Plastic Recycler steigert Sammelmengen

Die dem Verband Schweizer Plastic Recycler (VSPR) angeschlossenen Systembetreiber haben im vergangenen Jahr knapp 10.200 Tonnen gemischte Kunststoffe gesammelt. Die Vorjahresmenge wurde damit um 750 Tonnen übertroffen, berichtet der VSPR in seinem fünften Monitoring-Bericht.

Außerdem hätten sich mehr als 250 zusätzliche Gemeinden dem System angeschlossen. Damit kann Haushaltsplastik inzwischen in über 900 Gemeinden, bzw. 43 Prozent aller Gemeinden in der Schweiz und Liechtenstein an einen Systembetreiber abgegeben werden.

In der regionalen Betrachtung je Einwohner blieb der Kanton Uri mit einer Sammelmenge von 4,8 Kilogramm pro Kopf führend, gefolgt vom Kanton Thurgau mit 3,1 Kilogramm und dem Fürstentum Liechtenstein mit 2,8 Kilogramm.

In Bezug auf die insgesamt gesammelte Kunststoffmenge hatte der Kanton Zürich laut VSPR mit gut 1.600 Tonnen knapp die Nase vor dem Kanton Aargau mit gut 1.400 Tonnen. Die Kantone Bern mit gut 1.000 Tonnen, Thurgau mit rund 900 Tonnen und St. Gallen mit knapp 800 Tonnen folgen auf den Plätzen 3 bis 5.

Stoffliche Recyclingquote bei knapp 55 Prozent

Rund 95 Prozent der 2023 gesammelten Menge waren Zielartikel, darunter Flaschen, Becher, Schalen und Folien. Die verbleibenden gut fünf Prozent waren Nicht-Zielartikel, wie beispielsweise PET-Getränkeflaschen, Metalle, Papier und Karton sowie Störstoffe wie Batterien oder Elektrogeräte. Auch die Nicht-Zielartikel wurden soweit möglich einer stofflichen Verwertung zugeführt, berichtet der VSPR. Insgesamt konnte der Anteil der Sammelmenge, der einer stofflichen Verwertung zugeführt wurde, im Jahr 2023 auf knapp 55 Prozent gesteigert werden, nach 53 Prozent im Vorjahr.

Damit seien aus gut 5.400 Tonnen des Sammelgutes Rezyklate im Sinne der Kreislaufwirtschaft hergestellt worden, so der Verband. Knapp 1.100 Tonnen flossen in die energetische Verwertung in Zementwerken oder Müllverbrennungsanlagen. Um sicherzustellen, dass die Sortier- und Behandlungsrückstände in Zementwerken oder MVAs thermisch verwertet werden und nicht in die Umwelt gelangen, werden diese Stoffströme detailliert dokumentiert und überwacht, erläutert der VSPR. Im Jahr 2023 sei beschlossen worden, dass ab Januar 2024 alle Sortierreste aus der Erstbehandlung in der EU in die Schweiz zurückgeführt werden müssen, um eine transparente thermische Verwertung zu gewährleisten.

Von den nicht-Zielmaterialien wurden die gesammelten Getränkekartons zu rund 294 Tonnen Faserstoffen verarbeitet. 91 Tonnen der gesammelten Metalle wurden ebenfalls stofflich verwertet.

Sortierung und Recycling erfolgt größtenteils in der EU

Bis einschließlich 2021 war die Sortierung des gesammelten Abfalls vollständig in der EU erfolgt. Seit 2022 werden kleine Mengen – 28 Tonnen im Jahr 2022 und 43 Tonnen 2023 – auch in der Schweiz sortiert. Beim anschließenden Recycling sind die Verhältnisse ausgeglichener: 2023 wurden knapp 5.000 Tonnen in der EU und gut 2.500 Tonnen in der Schweiz recycelt. Die Möglichkeiten der stofflichen Verwertung der Abfälle seien in der Schweiz noch begrenzt, heißt es in dem Monitoring-Bericht des VSPR.

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