Nicht nur in Europa haben es Kunststoffrecycler schwer - auch in den USA kämpft die Branche mit denselben Problemen. Der US-amerikanische Verband der Kunststoffrecycler (APR) sieht die Unternehmen unter zunehmendem Druck. APR-Präsident Steve Alexander machte bei einer Recyclingkonferenz des Additivherstellers Baerlocher USA in Cincinnati deutlich, dass die größte Herausforderung nicht technischer, sondern marktseitiger Natur sei. „Wir haben keine Nachfrage im Markt. Und uns läuft die Zeit davon, dieses Problem zu lösen“, erklärte Alexander laut einem Bericht des US-Fachinformationsdienstes Plastics News.
Die APR vertritt rund 95 Prozent der mechanischen Recyclingkapazitäten in den Vereinigten Staaten. Technische Hürden bei der Aufbereitung gebe es nach Alexanders Darstellung nicht, die Anlagen hätten zudem noch erheblichen Spielraum zur Annahme zusätzlicher Mengen. Entscheidend sei jedoch eine verlässliche Abnahmebasis. „Beständige Nachfrage – darum geht es uns wirklich“, so Alexander.
Insbesondere der Preisverfall bei Neuware erschwere den Recyclern das Geschäft. Nach Angaben von Alexander investierten die zehn größten Produzenten von Kunststoffen 550-mal so viel in neue Neuware-Kapazitäten wie in ihre Recyclingaktivitäten. Dies drücke die Preise für Neuware weiter nach unten und verschärfe den Druck auf die Recycler, deren Preise eng an das Niveau der Primärware gekoppelt seien....




