Der südkoreanische Recycler Sungeel Hitech hat bei der Fachkonferenz „Asia EU Li-ion Battery Recycling“ in Den Haag angekündigt, dass er den Aufbau von Hydrometallurgie-Werken in Europa plant. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die Anlagen des Unternehmens zur mechanischen Vorbehandlung von E-Fahrzeug-Batterien in Ungarn und Polen zu ergänzen: Bisher wird die dort als Zwischenprodukt gewonnene Schwarzmasse zur Weiterverarbeitung nach Asien verschickt. Der Raffinerieprozess, bei dem kritische Metalle extrahiert werden, soll künftig ebenfalls in Europa stattfinden, um den Rohstoffkreislauf lokal zu schließen. Denn: „Früher oder später wird die EU den Export von Schwarzmasse verbieten“, erklärte Park Soo Chul, Sungeel-Geschäftsführer für Europa und Ungarn. Um dem Szenario zuvorzukommen, führe das Unternehmen derzeit Verhandlungen mit der ungarischen Regierung. In dem osteuropäischen Staat werde aufgrund einer bereits etablierten Wertschöpfungskette im Bereich der Batteriematerial-Produktion und -Verwertung großes Potenzial gesehen – eine Einschätzung, die andere Akteure wie Huayou Cobalt aus China teilen.
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