Die tschechische Regierung hat Ende Juli einen neuen nationalen Abfallwirtschaftsplan verabschiedet. Unter Verweis auf die verbindlichen Zielvorgaben auf europäischer und nationaler Ebene erklärte das Umweltministerium, der Plan definiere die künftige Ausrichtung der Abfallwirtschaft in der Tschechischen Republik und formuliere „eine langfristige Vision und Perspektive für den entscheidenden Zeitraum von 2025 bis 2035“.
Der rund 400 Seiten starke Plan enthält eine Bestandsaufnahme der Abfallwirtschaft in Tschechien sowie eine Analyse zahlreicher Abfallströme, von Siedlungsabfall, Sperrmüll und Bioabfall über Bau- und Abbruchabfälle bis hin zu mineralischen, gefährlichen, medizinischen und industriellen Abfällen. Er umfasst ebenfalls eine wirtschaftliche Analyse der Maßnahmen, für einen rascheren Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und für die Einhaltung von EU-Vorgaben erforderlich sind.
Umweltminister Petr Hladík bezeichnete das kommende Jahrzehnt als „entscheidend für den Übergang zu einer modernen Abfallwirtschaft“ und betonte die zentrale Rolle der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) für die Kreislaufwirtschaft. „Wir müssen das System, das heute bereits für Verpackungen, Batterien, Elektro- und Elektronikaltgeräte sowie Altreifen funktioniert, ausweiten. Es wird künftig auch Textilien und Schuhe abdecken und sollte langfristig auf Möbel, Spielwaren und Sportgeräte ausgeweitet werden“, sagte er....




