Swico: Elektroaltgeräte gehören nicht in Rage Rooms

Elektroaltgeräte mögen einiges aushalten – für den Einsatz in sogenannten Rage Rooms sind sie nach Ansicht des Schweizer Rücknahmesystems Swico dennoch tabu. Hintergrund sind nach Angaben der Organisation wiederkehrende Anfragen von Betreibern solcher Einrichtungen, ob ausrangierte Elektrogeräte aus dem Swico-Recyclingsystem für deren Angebote abgegeben werden können. Die Antwort falle eindeutig aus: nein.

In Rage Rooms können Besucher ihrem Frust freien Lauf lassen, indem sie gezielt Gegenstände wie Möbel, Glas oder elektronische Geräte zerschlagen. Gerade bei Elektroaltgeräten sei dies jedoch problematisch, betont Swico. Sie enthielten Schadstoffe sowie potenziell gefährliche Komponenten wie Batterien. Durch unsachgemäße Zerstörung könnten diese freigesetzt werden und Risiken für Nutzer, Personal und Umwelt entstehen.

Zudem verweist Swico auf die rechtlichen Vorgaben in der Schweiz. Elektroaltgeräte dürften von Sammelstellen nicht an Dritte ohne entsprechende Annahmebewilligung weitergegeben werden. Die Behandlung müsse nach den technischen Vorgaben der Rücknahmesysteme Swico und Sens sowie nach dem Stand der Technik erfolgen. Zertifizierte Verwerter hätten dafür strenge Auflagen zu erfüllen und ihre Prozesse zu dokumentieren.

In Rage Rooms würden die Geräte dagegen unkontrolliert zerstört und anschließend nicht fachgerecht behandelt. Das sei weder rechtlich zulässig noch aus Sicht des Umweltschutzes vertretbar. Swico stellt deshalb klar, dass Sammelstellen entsprechende Anfragen grundsätzlich ablehnen sollen.

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