Der schwedische Metall- und Recyclingkonzern Stena Metall hat die Aktivitäten seiner Tochtergesellschaft Halosep zum Recycling von Flugasche mit Wirkung zum 1. Januar 2025 eingestellt. Das gab das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Die Entscheidung sei das Ergebnis einer strategischen Überprüfung und Marktanalyse.
Stena Metall hatte Ende 2020 gemeinsam mit dem dänischen Entsorger Vestforbraending bei Kopenhagen eine erste Halosep-Demonstrationsanlage mit einer jährlichen Behandlungskapazität von 13.000 Tonnen in Betrieb genommen. Die patentierte Technologie ermöglicht es, gefährliche Abfälle aus der Rauchgasreinigung von Müllverbrennungsanlage, wie Flugasche und Wäscherflüssigkeit, in wertvolle Ressourcen wie Metalle, Mineralien, Gips und spezielle Salze umzuwandeln. Gleichzeitig wird die Umweltbelastung erheblich reduziert, da die Deponierung solcher Abfälle minimiert wird.
Trotz der vielversprechenden Technologie begründet Stena Metall die Beendigung der Halosep-Aktivitäten mit unsicheren Marktbedingungen für behandelte Flugasche. Man gehe jedoch davon aus, dass der Bedarf an nachhaltigen industriellen Lösungen in Zukunft steigen wird, erklärte Fredrik Overgaard, Forschungs- und Entwicklungsdirektor bei Stena Metall. Das Unternehmen will daher das Know-how und die Technologie von Halosep in der F&E-Abteilung behalten, um bei einer zukünftig besseren Marktlage wieder darauf zurückzugreifen. Wenn der Markt bereit sei, könne Stena Metall dann eine praktikable Lösung anbieten.
Die Demonstrationsanlage bei Kopenhagen, die sich im Besitz von Vestforbraending befindet, ist weiterhin in Betrieb.
Korrektur 13.01.2025: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass Stena Metall die Halosep-Anlage bei Kopenhagen schließt. Dies ist nicht der Fall. Beendet wurden nur die Aktivitäten der Firma Halosep AB, deren Geschäftszweck es ist, Halosep-Anlagen an andere WtE-Anlagen zu verkaufen. Die beim Entsorger Vestforbraending installierte Demonstrationsanlage ist weiterhin in Betrieb.




