Durch die Übernahme von Danish Bio Commodities (DBC) expandiert das vor allem in Schweden aktive Biogasunternehmen St1 Biokraft nach Dänemark. Der Biomethanproduzent erweitert damit seine Produktionskapazität um mehr als 350 GWh sowie seine Entwicklungspipeline um rund 900 GWh, teilte das Unternehmen mit.
Die Transaktion umfasst vier zu 100 Prozent in DBC-Besitz befindliche Produktionsanlagen, eine 25-prozentige Beteiligung an einer fünften Anlage sowie sechs Projekte in der Entwicklung. DBC bringe zudem Kompetenzen in den Bereichen Biomassebeschaffung, Zertifikatehandel und technische Dienstleistungen mit ein. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung.
Für Miika Johansson, Geschäftsführer von St1 Biokraft, sei die Übernahme ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen zum führenden Biomethanproduzenten in den nordischen Ländern auszubauen. „DBC bringt eine etablierte lokale Plattform mit einem erfahrenen Team und Fachwissen über den dänischen Markt mit. In Kombination mit unseren bestehenden Aktivitäten stärkt dies unsere Fähigkeit, die Produktion zu skalieren, unser Kundenangebot zu erweitern und unser Wachstum in Dänemark fortzusetzen.“
St1 Biokraft betreibt derzeit 12 Produktions- und Aufbereitungsanlagen in Schweden und Norwegen und strebt für 2026 eine Produktion von rund 750 GWh an. Über sein Joint Venture Suomen Lantakaasu befinden sich zudem zwei Anlagen in Finnland im Bau. Das Unternehmen besitzt zudem mehr als 70 Tankstellen und Busdepots. Die Übernahme unterstützt das langfristige Ziel von St1 Biokraft, bis 2030 eine eigene Biomethanproduktion von 3 TWh und einen Biomethanabsatz von 6 TWh zu erreichen.




